glory superwide angle ...

Das Superweitwinkel - Fehler bei der Aufnahme und ihre Beseitigung
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Re: glory superwide angle ...

Ungelesener Beitrag von Lesitzki » Mo 27. Okt 2014, 20:04

Der Kamerastandpunkt ist schon sehr wichtig. Mit einem leichten Tele von 90mm kann man einen Meter ruhig nach rechts oder links gehen. Bei einem Motiv in 10 Meter Entfernung passiert da wenig. Mit einen Superweitwinkel passiert in 10 Meter Entfernung auch nicht viel aber im Vordergrund passiert sehr viel. Sehr oft taste ich mich mit der Kamera am Auge an das Motiv heran und beobachte wie sich der Vordergrund verändert und ob sich eine Einheit mit dem Hintergrund herstellen lässt.

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Re: glory superwide angle ...

Ungelesener Beitrag von Benni » Mo 27. Okt 2014, 20:42

Danke, Holger, für Deinen ausführlichen Bericht.
Liebe Grüße
Angela

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Re: glory superwide angle ...

Ungelesener Beitrag von Lesitzki » Mo 27. Okt 2014, 22:08

Ich habe jetzt ein Bild von Bernd kommentiert und dabei viel mir etwas ein was noch gefehlt hat. Ich schreibe das hier noch einmal damit alles zusammen bleibt und man sich nicht durch viele Threads ackern muss.


Das 10 -20mm entspricht also 15-30mm. Der Unterschied zwischen 15 und 30mm scheint nicht so groß zu sein. Wenn man frech ist dann ist ja nur ein läppisches Zweifachzoom. Was sich da aber im Bereich des Blickwinkels tut ist aber gigantisch - der reicht von 63 bis 103 Grad. Ich selber hatte und habe auch Zooms. Die sind schon praktisch. Leider verleiten sie dazu sich das Motiv passend zu zoomen und wenn die Untersucheungen stimmen, dann werden Zooms zu 95% am Anschlag genutzt. Die Weitwinkel am unteren und die Tele am langen Ende.

Wir laufen mit einem Blickwinkel von 46 Grad durch die Welt und das schon viele Jahre. Der Augenoptiker wird einen möglichen Blickwinkel von 180 Grad messen nur nutzen wir den nicht. Wir müssen also unser Auge schulen die gegebenen Möglichkeiten zu nutzen. Ein Zoom hilft uns dabei nicht. Wir werden am unteren Ende landen weil am meisten darauf passt. Ein weiteres Problem verstärkt sich je weiter man nach unten geht um so größer werden die Probleme die so große Blickwinkel mit sich bringen. Wenn man wirklich Kerzengerade fotografieren möchte dann muss die Kamera 100%tig genau ausgerichtet sein. Da hilft eine Wasserwaage nur ein wenig. Sie ist aber zu ungenau. Wenn man es wirklich genau machen möchte müsste man Laserentfernungsmeser den genauen zentralen Kamerastandpunkt herausfinden. Aber wir wollen es mal nicht übertreiben.

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Re: glory superwide angle ...

Ungelesener Beitrag von panormo » So 28. Dez 2014, 17:18

Vielen Dank für die Erklärungen und Beispiele!! Ich habe ein WW 10-24mm und möchte nur zwei 10mm Beispiele zeigen, beide in NYC:
#1
BildDSC_3921 by panormo48, on Flickr
#2
BildDSC_3754sw by panormo48, on Flickr
Grüße, Antonio

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Re: glory superwide angle ...

Ungelesener Beitrag von Markus » So 28. Dez 2014, 19:24

Die Perspektive ist toll geworden Antonio, nur was hast du mit dem Himmel (besonders im s/w-Bild) gemacht? :gruebel
Mit lichtografischem Grüßle - Markus
 

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Re: glory superwide angle ...

Ungelesener Beitrag von panormo » So 28. Dez 2014, 19:59

Der Himmel ist durch die BEA kaputt, deswegen stelle ich das Foto nur wegen des Objektivs an. Die Software hat mich getäuscht :baeh und ich hatte nicht die Zeit noch mals zu probieren.
Grüße, Antonio

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Re: glory superwide angle ...

Ungelesener Beitrag von Markus » Mo 29. Dez 2014, 00:16

panormo hat geschrieben:Der Himmel ist durch die BEA kaputt, deswegen stelle ich das Foto nur wegen des Objektivs an. Die Software hat mich getäuscht :baeh und ich hatte nicht die Zeit noch mals zu probieren.
Schade Antonio, vielleicht hast du ja nochmal Gelegenheit den Himmel nachzubessern :zwinker
Mit lichtografischem Grüßle - Markus
 

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Re: glory superwide angle ...

Ungelesener Beitrag von Lesitzki » Mo 29. Dez 2014, 01:37

Ein Foto muss nicht immer technisch perfekt sein.

Um es mal mit Antonios anderer Sprache zu sagen - die Callas war keine technisch perfekte Sopranistin, sie war aber die Ausdrucksstärkste. Die Frage ist, wäre sie mit einer technisch perfekten Stimme noch besser geworden oder warum haben die heutigen technisch perfekten Sopranistinnen nicht diesen Ausdruck in der Stimme? Kann es sein, das die technische Perfektion dem Ausdruck im Wege steht?

Sorry, das ist jetzt ot ...

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Re: glory superwide angle ...

Ungelesener Beitrag von panormo » Mo 29. Dez 2014, 16:28

Lesitzki hat geschrieben:Ein Foto muss nicht immer technisch perfekt sein.

Um es mal mit Antonios anderer Sprache zu sagen - die Callas war keine technisch perfekte Sopranistin, sie war aber die Ausdrucksstärkste. Die Frage ist, wäre sie mit einer technisch perfekten Stimme noch besser geworden oder warum haben die heutigen technisch perfekten Sopranistinnen nicht diesen Ausdruck in der Stimme? Kann es sein, das die technische Perfektion dem Ausdruck im Wege steht?

Sorry, das ist jetzt ot ...
In der Musikwelt alle versuchen beides, aber der Einfluss von vielen Faktoren kann mehr oder weniger diese Intention ruinieren. Die CDs zum Beispiel sind im Grunde die Vernichtung der Ausdruck, sicher bis ein gewissen Punkt. Es wird aufgenommen und wiederholt bis es "perfekt" ist. Es gibt aber viele Live Aufnahmen oder mindestens die Basis ist live. In der Fotografie, haben wir die Software zum helfen, wir können ziemlich daneben sein bei den Original, die Sofware wird schon richten. Trotzdem denke ich, wenn der Fotograf sofort der richtige Moment und die Kamera richtig eingestellt ist, wird das Resultat besser. Wie mach man es? Genau wie in der Musik: übenübenübenübenübenübenübenüben :freu
Grüße, Antonio

inku
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Re: glory superwide angle ...

Ungelesener Beitrag von inku » Mo 29. Dez 2014, 16:59

Da hast völlig Recht Antonio,

Musik ist Kunst und Fotografie auch und nur wenige beherrschen Kunst, aber man kann sich veruchen. Da gibt es auf der einen Seite die Profis, die das gelernt haben und es gibt davon einige wenige die Talent haben. Ich habe eine Nachberin, die ist Opernsängerin (Sopran, studiert an der Sebelius-Akademie, auftreten u.a. in Düsseldorf, Berlin, Wien) und heute Lehrerin an der Sebeliusmusikschule in Hyvinkää und singt natürlich auch noch z.B. in der Kirche in Hyvinkää. Ich bin unmusikalisch und habe keine Ahnung von Musik, aber wenn ich in so einem Konzert sitze kommen mir die Tränen in die Augen.

Auch Fotos können mich vom Hocker reissen. Ich war 2012 in HH und habe in den Deichtorhallen die Ausstellung Saul Leiter Retrospektive gesehen. Ich war wie faszierniert, dass mich mein Frau rausjagen musste.

Lange Rede, kurzer Sinn, dein Foto #1 ist :nomi1

inku
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Re: glory superwide angle ...

Ungelesener Beitrag von inku » Mo 29. Dez 2014, 17:09

panormo hat geschrieben:Vielen Dank für die Erklärungen und Beispiele!! Ich habe ein WW 10-24mm und möchte nur zwei 10mm Beispiele zeigen, beide in NYC:
#1
BildDSC_3921 by panormo48, on Flickr
#2
BildDSC_3754sw by panormo48, on Flickr

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Re: glory superwide angle ...

Ungelesener Beitrag von NikKlaus » Sa 24. Jan 2015, 18:13

Danke für den wunderbaren Thread, Holger!

Schöne Beispiele des "krachen lassen" - Ich finde auch, dass man zwar ein SWW so nutzen kann, dass die Brennweite nicht auffällt, aber schöner ist das Betonen derselben - die "Fehler" des Glases zur Gestaltung zu nutzen!

Zu analogen Zeiten hatten die Gläser einen Bereich zwischen 28 und 200mm - und man war begeistert von den Möglichkeiten. Heute kann man im erschwinglichen Bereich zwischen rund 15 und mehr als 500mm arbeiten und ist unzufrieden?

Ich glaube, Dein Hinweis, dass der Unterschied von 2mm im SWW ein Quantensprung ist, während beim Supertele 50mm mehr oder weniger bedeutungslos sind, wird heute viel zu selten beachtet!

:up
Viele Grüße Klaus
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